Naturerlebnispädagogisches Projekt mit Querwaldein
Von April bis Mai 2026 nahmen unsere Kinder über einen Zeitraum von fünf Wochen an einem naturerlebnispädagogischen Projekt teil, das von dem Bildungsanbieter „Querwaldein e.V.“ durchgeführt wurde. Dabei hatten sie die Möglichkeit, das Frühlingserwachen im Wald über mehrere Wochen hinweg intensiv zu beobachten und mit allen Sinnen zu erleben.
Besonders spannend war es für die Kinder, spielerisch in die Rollen von Eichhörnchen, Vögeln und Igeln zu schlüpfen und dabei zu erfahren, welchen Herausforderungen und Bedingungen diese Tiere im Frühling und in anderen Jahreszeiten begegnen. Mit großer Neugier entdeckten sie außerdem verschiedene Baumarten, lernten diese zu unterscheiden und erfuhren, wie Alter, Höhe und Wurzelausbreitung von Bäumen eingeschätzt werden können. Auch der Waldboden wurde erforscht und die Kinder staunten über die vielfältigen Tiere, die dort zu finden sind.
Ein besonders wertvoller Bestandteil des Projekts waren die achtsamen Naturbeobachtungen. Die Kinder lernten, den Wald respektvoll als Besucher zu betreten, aufmerksam Tiere und Pflanzen zu beobachten und bewusst die Ruhe und Geräusche der Natur wahrzunehmen.
Neben dem forschenden Lernen bot der Wald den Kindern zahlreiche Möglichkeiten zum freien und kreativen Spiel. Wurzeln, Hänge, Baumstämme, kleine Höhlen und Büsche wurden zu spannenden Spielorten. Besonders begeistert waren die Kinder vom gemeinsamen Bau einer meterlange Kugelbahn an einem Hang im Wald. Mit viel Geduld, Teamarbeit und Ausdauer wurde die Bahn immer weiter verbessert, bis der Tennisball schließlich präzise am Ziel ankam und das kleine Glöckchen am Ende klingelte.
Diese und viele weitere gemeinsame Aktionen stärkten das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe. Die Kinder wurden in ihren sozialen Kompetenzen wie Teamarbeit, Rücksichtnahme und Kommunikation gefördert. Durch das eigenständige Entdecken und Ausprobieren erlebten sie Selbstwirksamkeit und gewannen an Selbstvertrauen.
Darüber hinaus war es uns als anerkannter Bewegungskindergarten ein besonderes Anliegen, die Kinder in ihren motorischen Fähigkeiten und Sinneserfahrungen zu stärken. Mit großer Freude konnten wir beobachten, wie die Kinder von Woche zu Woche sicherer darin wurden, sich auf unebenem Gelände zu bewegen. So wurden ihr Gleichgewichtssinn, ihre Koordination und ihr Körpergefühl nachhaltig gefördert.
Ein großer Dank gilt der Stiftung der Kreissparkasse „Für uns Pänz“, die dieses Projekt finanziell ermöglicht hat, sowie Jakob Seeger von „Querwaldein e.V.“, der dieses Projekt mit großem Engagement für die Baumhaus-Kinder umgesetzt hat.







Nur Mut!-Training für die Vorschulkinder aus dem Baumhaus
Anfang November nahmen die Vorschulkinder der Elterninitiative Baumhaus e.V. an einem dreitägigen Nur Mut! Training teil.
Das Präventionsprogramm „Mut tut gut!“ verfolgt das Ziel, Kinder frühzeitig darin zu stärken, sich zu schützen und weder Opfer noch Täter
von Gewalttaten zu werden.
Während des Trainings wurden die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl bestärkt und darin geschult, eigene Grenzen zu setzen und die Grenzen anderer zu respektieren. Sie wurden ermutigt, „Nein“ zu sagen – beispielsweise bei Mutproben, Erpressungen oder unangenehmen Berührungen – und lernten, zwischen guten, schlechten und seltsamen Geheimnissen zu unterscheiden. Zudem erhielten sie Hilfestellungen darin, ihre Gefühle wahrzunehmen, richtig einzuordnen und geeignete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, wie etwa weglaufen, sich wehren oder Hilfe holen.
Das Programm „Mut tut gut!“ wurde 2010 mit dem NRW-Landespreis für Innere Sicherheit ausgezeichnet. 2018 bestätigte eine Forschungsgruppe der Universität zu Köln die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Konzepts.
Wir freuen uns sehr, dass die Evangelische Kirchengemeinde Vorgebirge sowie die Bürgerstiftung Bornheim durch ihre Unterstützung ermöglicht hat, dass unsere Vorschulkinder an diesem Programm teilnehmen und so nachhaltig im Bereich der Gewaltprävention gestärkt werden konnten.

Foto: Wir sagen „Stop“, wenn wir etwas
nicht möchten.
